Neue Heimat Hohenmölsen - Ein Schülerprojekt zu den Umsiedlungen von Großgrimma und Dobergast

"Neue Heimat Hohenmölsen" ist ein Projekt von Schülern der Sekundarschule und des Agricola-Gymnasiums in Hohenmölsen im Rahmen des Jugendprogramms Zeitensprünge, gefördert durch die Stiftung Demokratische Jugend und das Ministerium für Arbeit und Soziales Sachsen Anhalt. Unterstützung erhielten die Schüler von der der Kulturstiftung Hohenmölsen und der Leipziger Geschichtsagentur Zeitläufer.

In Hohenmölsen wohnten und wohnen bis heute nicht nur viele Beschäftigte des Braunkohlenbergbaus, auch die Einwohner einiger Orte, die dem Tagebau im Braunkohlenrevier weichen mussten, sind nach Hohenmölsen umgesiedelt. So fanden die Bürger der Gemeinde Dobergast bis 1984 in Hohenmölsen-Nord ein neues Zuhause und die Bewohner Großgrimmas bis 1998 eine neue Heimat am Südhang der Stadt.

Für die Webpage “Neue Heimat Hohenmölsen” ging eine Gruppe von Schülern der Frage nach, wie sich bergbaubedingte Umsiedlungen am Beispiel von Dobergast und Großgrimma vor und nach der politischen Wende 1989/90 vollzogen und wie die Menschen damit umgingen. Wie wurde der Verlust des alten Heimatortes erlebt? Wie wurden die Neuankömmlinge in Hohenmölsen aufgenommen? Wie haben sie sich in die Stadtgemeinschaft integriert? Was erinnert heute noch an die mittlerweile verschwundenen Ortschaften? Und welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten gab es bei den Umsiedlungen von Dobergast zu DDR-Zeiten und Großgrimma im wiedervereinten Deutschland?

Die Schüler haben dafür in Archiven, Museen und Sammlungen nach Dokumenten, Zeitungsartikeln und Sachzeugnissen recherchiert, den Ort des alten und neuen Zuhauses der Umgesiedelten fotografisch dokumentiert und Interviews mit Zeitzeugen durchgeführt. Die Ergebnisse ihrer Arbeit auf der Webpage des Projekts gehört und gesehen werden. Die Webpage ist abrufbar unter: www.neue-heimat-hohenmoelsen.de



Einer der 2013 noch erhaltenen Sachzeugen - das ehemalige Feuerwehrhaus von Großgrimma (Foto: Julia Weber)